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Wesa

Von Bernhard Rieger

Die legendäre Wesa-Bahn

Die WESA AG wurde 1945 in Inkwil im schweizerischen Oberaargau (Kanton Bern) gegründet und stellte Modelleisenbahnen mit 13 mm Spurweite her. Die ersten Loks und Wagen hatten einen Maßstab von ca. 1:110 und wurden mit Wechselstrom betrieben. Ab 1950 erfolgte dann die Umstellung auf Maßstab 1:100 als Modelleisenbahn mit Fernsteuerung (Gleichstrom). Bemerkenswert war für die damalige Zeit, dass die WESA-Bahn bereits 1949 in über 70 Länder exportiert wurde.

Für den Export wurde ab 1958 das Rollmaterial auch für Spurweite TT (12 mm) angeboten. Daher auch der Name WESA-TT. (Schweizer TT Bahn)

In erster Linie wurden Modelle nach Schweizer Vorbildern gebaut. Allerdings findet sich auch eine Lokomotive nach französischem Vorbild. Ebenfalls gelangten zwei belgische Güterwagen auf den Markt. Highlight aber war eine mehrteilige amerikanische Diesellok mit Domliner-Wagen. Auch je ein Speise- und ein Schlafwagen der ISG wurden angeboten. Der letztere war dann ab etwa 1960 auch noch im roten DSG-Anstrich erhältlich.

Um die engen Kurvenradien zu meistern, wurden solche Modelle stark verkürzt. Längenmäßig waren sie oftmals näher am Maßstab 1:120 als bei 1:100. Dies galt auch bereits 1952/1953 für den roten Pfeil, der statt der erforderlichen 22,4 cm gerade mal 21 cm lang war. Millimetergenaue 1:100-Länge wies bei den Lokomotiven eigentlich nur die Ae 6/6 auf. Wie auch alle andern Loks war sie zudem etwas überhöht (höhere Fensterpartie), damit der Motor unter dem Dach Platz fand.

Die Produktion und der Vertrieb der Modelleisenbahnen dauerte bis 1966. Mitte der 60er Jahre verlor sich, aufgrund der gerade neu eingeführten Spurweite N (1:160 / 9mm), langsam das Interesse vieler Modellbahner, was zur Einstellung der Produktion führte. Ab diesem Jahr begann man bei WESA mit der Produktion von kleinen präzisen Teilen für die Elektro-, Uhren- und Apparate-Industrie. Heute entwickelt und produziert die WESA AG Kunststoffspritzteile aller Art für Kunden in der Schweiz und im EU-Raum.

Doch die Produktion der WESA-Bahn lief - bis auf eine Lücke von 1973 bis 1975 - weiter. Dank des unermüdlichen Einsatzes von Wesa-Bahnern, fand sich immer wieder jemand, der die Formen und die Produktion übernahm:

  • 1966 - 1967: E. Aerni, Wimmis
  • 1967 - 1973: Puppenklinik Peter in Olten
  • 1975 - 1982: Baer, Lenzburg
  • 1982 - 1984: O. Niedermann, Uzwil
  • 1984 - 1999: H. Fraefel, Uzwil

Seit 1999 sind sämtliche Formen und Werkzeuge im Besitz von Ernst Zuberbühler, Hohlandstr. 3, 8404 Winterthur

Dieser Artikel stammt von der inzwischen aufgelösten Website www.wesa-bahn.ch.vu

Aus dem Impressum der Originalseite von Bernhard Rieger:

Vielen Dank an die WESA AG für die Bereitstellung von Informationen und die Zustimmung für die Verwendung der Original-Firmen-Embleme. Mein besonderer Dank gilt Herrn Franco W. Schneider vom Wesa-Museum, Herrn Armin Ramel von der WESA AG, sowie Herrn Oscar E. Wyss. Tausend Dank auch an Steffi Lißon für die Übersetzung ins Französische.

Artikelliste

Die Modelle von Wesa sind aufgelistet in

Eine Beschreibung der Modelle enthält

Kataloge

WESA

Literatur

Bücher

  • Schweizerische Spielzeugeisenbahnen; Fachpresse Goldach 1984
  • Mikado Schweiz-Edition; Borch Druck 2008
  • Hommage an die Fünfzigerjahre; Eigenverlag 2011

Beiträge in Büchern

  • Wesa; In: Schweizerische Spielzeugeisenbahnen; Fachpresse Goldach; 1984, S. 358-441

Zeitschriften

  • Die "modernste" Dampf-Lokomotive der Schweiz in WESA-Grösse; Eisenbahn Amateur, 11/1957, S. 342-343
  • SZB-Triebwagen in Baugröße H0 (Spurweite 13 mm); Eisenbahn Amateur, 4/1961, S. 108-111
  • Schweizer auf Auslandstour; Loki, 2/2000, S. 68-77
  • Licence Kibri; Altes Spielzeug, 4/2006, S. 2-4
  • Die Wesa-Bahn; Altes Spielzeug, 5/2006, S. 18-20
  • Die Wesa-Bahn; Altes Spielzeug, 1/2007, S. 14-17
  • Die Wesa-Bahn; Altes Spielzeug, 5/2007, S. 18-21
  • WESA (TT) - Trains Done Their Way; Train Collectors Quarterly, Vol. 64/2 (April 2018), S. 28-30
  • Pfeilschnell in allen Spurweiten; Loki, 21/Spezial, S. 120-131
  • Die Re 4/4 I im Modell; Loki, 27/Spezial, S. 104-127
  • Die Ae 6/6 im Modell; Loki, 29/Spezial, S. 114-137

Internetverweise

Weitere Links (nach Bernhard Rieger)

  • Auf wesa-bahn kann man Wesa-Bahnen kaufen oder reparieren lassen
  • Auf wesa-trains kann man Wesa-Bahnen kaufen oder reparieren lassen
  • Ein WESA-Museum befindet sich in Wettingen. Hier befinden sich auch alle Prototypen, Handmuster, Messingmodelle etc.
  • In der Galleria Baumgartner in Mendrisio ist das komplette Produktionsprogramm WESA von 1945 bis 1966 ausgestellt.
  • 50 Jahre WESA Re 4/4
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Letzte Änderung: 31.12.2019 13:35
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