Gebrauchs-Anweisung

für die Löhmann'sche elektrische Kleineisenbahn Spur TT 12 mm, Modell M 2

Die Löhmann'sche Kleinbahn ist eine sehr solide, ausgereifte Präzisionsarbeit. Dank ihrer kleinen Spurweite von 12 mm kann sie auf jedem Zimmertisch aufgestellt werden.

Wollen Sie an Ihrer Bahn aber dauernd Freude haben, darf doch die Pflege nicht vergessen werden. Wir bitten daher unsere Kunden, vor Inbetriebnahme der Bahn folgende Ausführungen genau zu beachten:

1. Schienenanlage D.R.P.a.

Die Schiene wird aus einem Stück hergestellt, so daß immer Gewähr besteht, stets gleiche Spurweite zu haben. An den Schienen sind die Hohlschwellen angeklammert. Es wird dadurch erreicht, daß die Schienen ein naturgetreues Aussehen haben und sich durch außerordentliche Stabilität auszeichnen.

Beim Zusammenfügen der Schienen werden diese flach auf dem Tisch gelegt und gegeneinander geschoben. Dabei ist streng darauf zu achten, daß sie nicht verkantet werden. Das Auseinandernehmen erfolgt in der gleichen Weise.

Damit immer ein guter Kontakt zwischen Laufrad und Schiene vorhanden ist, empfiehlt es sich, von Zeit zu Zeit die Lauffläche der Schienen mit einem Lappen abzureiben sowie den Schleifschuh wieder blank zu machen.

2. Transformator D.R.P.a.

Anschluß:
Der Löhmann'sche Transformator "DRPa" dient zum Anschluß der Bahn an das Wechselstrom-Lichtnetz Auf keinen Fall darf er an ein Gleichstromnetz angeschlossen werden. Jeder Transformator hat ein Leistungsschild mit der Aufschrift der Primärspannung, d.i. die Spannung des Lichtnetzes, für die er gebaut ist, und darf nur für diese Spannung verwendet werden. Der Anschluß erfolgt durch das 1,50 m lange Kabel mit Hilfe eines Steckers an der Wandsteckdose.

Der Transformator ist nach den Sicherheitsvorschriften des VDE (Verband deutscher Elektrotechniker) gebaut und geprüft.

Die Bahn darf niemals direkt an das Lichtnetz angeschlossen werden. Die hohen Spannungen können beim Berühren zu gefährlichen elektrischen Schlägen führen. Außerdem wird dabei die elektrische Lokomotive beschädigt, da deren Motor nur für Schwachstrom berechnet ist.

Regulierung:
Die Geschwindigkeitsregulierung erfolgt am Drehknopf, und zwar stufenlos mit Ausschaltstellen an beiden Endstellungen. Durch diese Regulierart ist ein weiches und leichten Anfahren möglich. Die Bahn kann man sodann beliebig langsam oder schnell fahren lassen. Soll ausgeschaltet werden, so ist der Drehknopf in eine der beiden Endstellungen zu bringen. Die gesamte Anlage ist sodann stromlos. Beim Wiedereinschalten am Drehknopf fährt die Bahn in der ursprünglichen Richtung weiter.

Kurzschluß:
Kurzzeitige Kurzschlüsse, die durch Entgleisen der Bahn, durch beschädigte Isolation der Zuleitungslitzen, durch Liegen eines leitenden Gegenstandes auf den Schienen, z.B. einen Schraubenziehers, hervorgerufen werden können, schaden weder der Bahn, noch dem Transformator.

Trotzdem sind absichtliche Kurzschlüsse möglichst zu vermeiden. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, bei auftretenden Kurzschlüssen den Transformator sofort auszuschalten und die Störquelle zu beseitigen.

Anschluß bei Gleichstrom:
Soll die Bahn an ein Gleichstromnetz angeschlossen werden, muß hierzu ein handelsüblicher Umformer und Widerstand verwendet werden. Die Betriebsspannung der Bahn beträgt max. 12 Volt und muß von 6-11 Volt regelbar sein.

3. Elektrische Lokomotive D.R.P.a.

In der Lokomotive ist ein Hauptstrom-Motor eingebaut. Durch ein Schaltlineal, welches vorn und hinten aus dem Führerhaus herausragt ist die Möglichkeit gegeben, die Lokomotive nach beiden Richtungen laufen zu lassen. Es ist dabei streng darauf zu achten, daß das Lineal stets bis in die vordere oder hintere Endstellung geschoben wird. Auf keinen Fall darf es in irgendeiner Mittelstellung bei eingeschaltetem Motor stehenbleiben, da sonst Gefahr besteht, daß die elektrischen Wicklungen durchbrennen. Es ist aber ohne weiteres gestattet, die elektrische Lokomotive während der Fahrt auf eine andere Fahrtrichtung umzuschalten.

Der elektrische Strom zum Betrieb der Bahn nimmt folgenden Weg: Vom Transformator über die kurze Kabellitze nach dem Gleis. Und zwar führt ein Kabel nach der mittleren Stromschiene, und das andere Kabel nach den beiden äußeren Schienen. Von der mittleren Schiene aus führt der Weg über den sich unter der Maschine befindenden Gleitschuh nach dem Polschuh, und von dort nach der Kollektorscheibe. Von dieser Scheibe aus fließt der Strom in die Masse des Lokomotivrahmens, und von dort über zwei Kontaktfedern in die Laufradachsen und dann weiter zu den Laufrädern und äußeren Schienen. Zum Schluß erfolgt der Rückweg aber das vorerwähnte Kabel nach dem Transformator.

Der Stromübergang zur und von der sich drehenden Kollektorscheibe, erfolgt durch Bürsten, und zwar besteht eine Bürste aus Kohle und die andere aus Metallgewebe. Die Bürsten können ohne weiteres miteinander vertauscht werden.

Die Kollektorscheiben und Bürsten sind absolut ölfrei zu halten. Sie müssen stets gleichmäßig auf der Kollektorscheibe sitzen. Wenn sich große Funken am Kollektor bilden, sind die Bürsten auszuwechseln oder nachzusehen. Läuft die Lokomotive unregelmäßig, ist meistens eine ungenügende Federspannung an den Bürsten die Ursache. Abhilfe wird dadurch geschaffen, daß die Federn, welche die Bürsten andrücken, etwas stärker gebogen werden und hierdurch mehr Vorsprung erhalten.

Es wird jedoch ausdrücklich davor gewarnt, andere Bürsten zu verwenden, da nur dann Gewähr auf einwandfreien Lauf der elektrischen Lokomotive besteht, wenn unsere Bürsten hierzu verwendet werden. Denn nur diese nach langen Versuchen erprobt verbürgen einen sicheren Lauf und lange Lebensdauer der Löhmann-Lokomotiven.

Es empfiehlt sich, die Lokomotive ab und zu mit bestem Maschinenöl zu schmieren. Man benützt dazu eine Stricknadel, die in Öl getaucht wird und läßt jeweils einen Tropfen Öl auf die Lagerstellen fallen. Zu diesem Zwecke hält man die Lokomotive etwas schräg. Nicht vergessen darf man, auf die beiden Dochtschmierstellen der Hauptwelle vom Motor etwas Öl zu geben. Aber merken Sie sich immer:

Zu reichliches Ölen führt zu Störungen !

Reparaturen:
Es wird entschieden davor gewarnt, Motorteile auseinanderzunehmen. Diese Arbeiten sollen nur von einem Fachmann ausgeführt werden. Senden Sie bei Störungen die Bahn uns ein. Wir haben in unseren Werkstätten eine Reparaturabteilung eingerichtet, die prompt und gewissenhaft Ihre Anlage oder Teile derselben wieder Instand setzt. Sofern Störungen auf Fabrikationsmängel zurückzuführen sind, werden dieselben kostenlos durchgeführt. Im Übrigen werden alle Reparaturen schnell erledigt und billig berechnet.

Sonderzubehörteile zur Bahn:
Weichen, Kreuzungen. sowie Bahnwärterhäuschen, Signalmasten, Bahnhofsanlagen, Stellwerke und dergleichen sind in Vorbereitung und innerhalb weniger Monate lieferbar.

Wenn Sie diese Zeilen ausführlich gelesen haben und die Vorschriften genau beachten, dann werden Sie immer Freude an Ihrer Kleinbahn haben.